Institution

Essener Philharmoniker

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Die Essener Philharmoniker genießen als Sinfonie- und Opernorchester der Stadt Essen mit ihrem Chefdirigenten Tomáš Netopil auch international durch regelmäßige Gastspiele im Concertgebouw Amsterdam und beim Internationalen Dvořák-Festival einen hervorragenden Ruf. Die Gründung des Orchesters fällt in das Jahr 1899. Bald erhielt es mit dem Saalbau einen neuen Konzertsaal, den Richard Strauss 1904 einweihte. Um die Jahrtausendwende wurde der im Zweiten Weltkrieg schwer getroffene, früh wiederaufgebaute Saalbau erneut geschlossen, ehe man ihn nach umfangreichen Umbauten 2004 als Philharmonie Essen glanzvoll wieder eröffnete.

Zu den Chefdirigenten der letzten Jahrzehnte zählten Heinz Wallberg (1975-1991) und Wolf-Dieter Hauschild (1991-1997). Stefan Soltesz (1997-2013) führte die Essener Philharmoniker in den Jahren 2003 und 2008 zur Auszeichnung „Orchester des Jahres“. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Tomáš Netopil Generalmusikdirektor der Essener Philharmoniker. Auch die Auftritte bedeutender Gastdirigenten mit dem Essener Orchester bezeugen dessen Renommee. Zu nennen sind hier beispielsweise Otto Klemperer, Fritz Busch, Rudolf Kempe, Hans Knappertsbusch, Bernard Haitink, Günter Wand, Sir Yehudi Menuhin, Krzysztof Penderecki sowie in jüngerer Vergangenheit unter anderem Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, Jun Märkl und Ivor Bolton.

Neben den regelmäßigen Operndiensten im Aalto-Theater spielen die Essener Philharmoniker mehr als 30 Konzerte pro Saison: Sinfoniekonzerte in der Philharmonie Essen sowie Kinder-, Jugend- und Sonderkonzerte. Ferner gestalten die Musikerinnen und Musiker eine eigene Kammerkonzertreihe. Bei der KlassikLounge im Grillo-Theater treffen sich Musikerinnen und Musiker der Essener Philharmoniker mit musikalischen Gästen zu ungewöhnlichen Live-Acts. Bei der Reihe „Mit Götz Alsmann ins Konzert“ wird seit mehreren Spielzeiten Musikwissen durch den Starmoderator vermittelt.

Das Thema Umweltschutz ist für die Essener Philharmoniker schon seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. So gestaltete das Orchester 2017 im Rahmen der „Grünen Hauptstadt Europas“ mit einem großen Open-Air-Konzert im Essener Stadtgarten vor über 7.000 Besuchern einen der zentralen Programmpunkte.

Auch auf Konzertreisen kann man das Orchester erleben: in der Semperoper bei den Dresdner Musikfestspielen, beim Penderecki-Festival in Zabrze und Krakau, mehrfach beim Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen sowie zuletzt erstmals in der Frauenkirche Dresden.